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Wer eine Tür absichern möchte, kommt am Einsteckschloss kaum vorbei. Es ist das meistverbreitete Türschloss in deutschen Wohnhäusern, Bürogebäuden und öffentlichen Einrichtungen – und trotzdem wissen die wenigsten Nutzer, worauf es beim Kauf wirklich ankommt. Das falsche Schloss am falschen Ort kann im besten Fall Unbequemlichkeit bedeuten, im schlimmsten Fall eine echte Sicherheitslücke öffnen.
Die Auswahl ist groß und auf den ersten Blick verwirrend: Dornmaß, Stulpbreite, Entfernung, DIN-Richtung, Profilzylinder oder Buntbart – wer nicht weiß, was diese Begriffe bedeuten, kauft schnell das falsche Produkt. Dabei folgt die Auswahl klaren, erlernbaren Regeln. Wer sie einmal verstanden hat, findet das passende Einsteckschloss in wenigen Minuten.
Dieser Ratgeber erklärt von Grund auf, was ein Einsteckschloss ist, welche Bauarten und Typen es gibt, wie die wichtigsten Maße korrekt abgenommen werden und welche Produkte sich für welchen Einsatzbereich eignen. Am Ende finden sich fünf konkrete Produktempfehlungen sowie Antworten auf die häufigsten Leserfragen.
Was ist ein Einsteckschloss? Definition, Herkunft und Abgrenzung
Ein Einsteckschloss – auch Türeinbauschoss, eingelassenes Schloss oder Einbauschoss genannt – ist ein Türschloss, das vollständig in das Türblatt eingelassen wird. Es wird in eine gefräste oder gesägte Ausnehmung im Türflügel eingeschoben (daher der Name „Einsteck-Schloss“) und ist von außen lediglich über den Stulp, also die schmale Stirnplatte, und die Schlosstasche sichtbar. Das eigentliche Schlossmechanismus liegt verborgen im Inneren der Tür.
Die Norm DIN 18251 definiert Einsteckschlösser als Türschlösser mit Falle und Riegel, die für den Einbau in Stumpftüren, Falztüren oder Rohrrahmentüren geeignet sind. Diese Normierung ist kein bürokratisches Detail – sie stellt sicher, dass Schloss, Zylinder, Drückergarnitur und Schließblech tatsächlich zusammenpassen, auch wenn sie von verschiedenen Herstellern stammen.
Im Unterschied zum Aufschraubschloss, das auf die Türoberfläche geschraubt wird und von außen sichtbar bleibt, ist das Einsteckschloss bündig im Türblatt verbaut. Im Unterschied zum Kastenschloss, das in einem eigenständigen Gehäuse sitzt und vor allem bei älteren oder historischen Türen vorkommt, ist das Einsteckschloss der moderne Standard für nahezu alle Türtypen. Synonyme und verwandte Begriffe, die in der Praxis häufig verwendet werden, sind: Türeinbauschloss, Einbauschoss, Einlageschloss, Zylinderschloss (wenn mit Profilzylinder ausgestattet), PZ-Schloss, BB-Schloss (Buntbart), WC-Schloss oder Badschloss sowie Rohrrahmenschloss für spezielle Metallrahmentüren.
Die Verbreitung des Einsteckschlosses hat historische Wurzeln: Mit dem Aufkommen industriell gefertigter Holztüren und Stahlzargen im 20. Jahrhundert wurde ein standardisiertes, unsichtbares Schlosssystem benötigt. Das Einsteckschloss erfüllte diese Anforderung und verdrängte das ältere Kastenschloss weitgehend. Heute ist es in praktisch jedem Neubau und den meisten Renovierungsprojekten der Standard – ein Zustand, der sich ohne fundamentale Änderungen im Türbau so schnell nicht ändern wird.
Aufbau und Maße eines Einsteckschlosses: Was wirklich zählt
Der Aufbau eines Einsteckschlosses erscheint auf den ersten Blick simpel, enthält aber mehrere Komponenten, die zusammenwirken müssen. Wer die Bauteile kennt, versteht sofort, warum die Maße so entscheidend sind.
Die zentralen Bauteile
- Stulp: Die sichtbare Stirnplatte, die bündig mit der Türkante abschließt. Er kann flach (eckig), rund oder mit Sicke ausgeführt sein. Die Stulpbreite und -länge bestimmen, ob das Schloss in die vorhandene Fräsung passt.
- Falle: Das schräg abgewinkelte, federbelastete Bauteil, das beim Schließen der Tür automatisch ins Schließblech einrastet. Sie sorgt dafür, dass die Tür geschlossen bleibt, ohne dass ein Schlüssel betätigt werden muss.
- Riegel: Der waagerecht ausfahrende Bolzen, der durch Betätigung des Schlüssels oder Drehknopfs die Tür sicher verriegelt. Bei Haustürschlössern ist dies das eigentliche Sicherheitselement.
- Schlossnuss: Die Vierkantöffnung, in die der Türdrücker-Vierkant greift. Durch Drücken des Türdrückers wird die Falle zurückgezogen.
- Schließwerk: Der interne Mechanismus, der je nach Schlosstyp für Profilzylinder, Buntbart oder andere Schließmittel ausgelegt ist.
Die vier wichtigsten Maße
Wer ein Einsteckschloss austauscht oder neu einbaut, muss vier Maße kennen und korrekt messen. Ein einziger Fehler kann dazu führen, dass das neue Schloss nicht passt – und ein Rückversand wird nötig.
- Dornmaß: Der Abstand von der Mitte der Nuss (Drückerbohrung) zur Vorderkante des Stulps. Typische Werte sind 35, 40, 45, 55 oder 65 mm. Das Dornmaß entspricht der „Einbautiefe“ des Schlosses in die Tür.
- Entfernung: Der Abstand von der Mitte der Nussbohrung zur Mitte der Schließzylinderbohrung (bei PZ-Schlössern). Standardwerte sind 72 mm und 78 mm. Dieser Wert muss mit dem Türbeschlag übereinstimmen, damit Drücker und Zylinder passend sitzen.
- Stulpbreite und Stulplänge: Die Abmessungen der Stirnplatte, zum Beispiel 16 × 235 mm oder 20 × 245 mm. Diese müssen zur Fräsung in der Türkante passen.
- DIN-Richtung (Links/Rechts): Die Angabe, auf welcher Seite die Türangeln sitzen, wenn man von der Öffnungsseite auf die Tür blickt. Bei einigen Schlössern ist die Falle richtungsabhängig gefertigt; viele moderne Modelle lassen sich jedoch von Hand umstellen.
Ein praktischer Tipp: Messen Sie immer am ausgebauten Schloss, nicht an der Tür. Tragen Sie alle vier Werte auf einem Zettel auf, bevor Sie suchen. So ersparen Sie sich Fehlkäufe und unnötige Montagearbeit.
Die wichtigsten Arten von Einsteckschlössern und ihr Einsatzbereich
Nicht jedes Einsteckschloss eignet sich für jeden Einsatzbereich. Die verschiedenen Typen unterscheiden sich im Schließmechanismus, im Sicherheitsniveau und in der Tür, für die sie konzipiert wurden. Wer den richtigen Typ wählt, erhält nicht nur mehr Sicherheit, sondern auch mehr Alltagskomfort.
PZ-Schloss (Profilzylinder-Einsteckschloss)
Das Profilzylinder-Einsteckschloss, kurz PZ-Schloss, ist der absolute Standard bei Haus- und Wohnungseingangstüren. Es wird zusammen mit einem Euro-Profilzylinder verwendet, der separat gekauft und eingesetzt wird. Der Vorteil: Der Zylinder kann jederzeit ausgetauscht werden, ohne das gesamte Schloss zu wechseln – ideal bei Schlüsselverlust oder beim Einzug in eine neue Wohnung. Sicherheitsklassen nach DIN EN 12209 und VdS-Zertifizierungen sind speziell für diesen Schlosstyp relevant. Wer seine Haustür absichern möchte, sollte mindestens ein PZ-Schloss der Klasse 2 wählen.
BB-Schloss (Buntbart-Einsteckschloss)
Das Buntbart-Schloss ist der klassische Typ für Zimmertüren. Hier wird kein Profilzylinder verwendet, sondern ein sogenannter Buntbartschlüssel, der einen einfachen Mechanismus betätigt. Das Sicherheitsniveau ist bewusst gering gehalten – Zimmertüren müssen in der Regel keine hohen Sicherheitsanforderungen erfüllen. Dafür sind BB-Schlösser günstig, langlebig und wartungsarm. Sie kommen in Wohnungen, Hotels und Bürogebäuden millionenfach zum Einsatz.
WC-Schloss / Badschloss
Das WC-Schloss oder Badschloss ist eine Sonderform des Einsteckschlosses, bei der kein Schlüssel, sondern ein innen liegender Drehknopf die Verriegelung übernimmt. Von außen ist mit einer Münze oder einem Notöffnungswerkzeug eine Entriegelung möglich – ein wichtiges Sicherheitsfeature für Badezimmer und Toiletten. WC-Schlösser sind in keinem Fall für Außentüren geeignet, da sie keinerlei Einbruchschutz bieten. Ihr Einsatzgebiet ist klar auf Sanitärräume beschränkt.
Rohrrahmenschloss
Das Rohrrahmenschloss ist auf schlanke Metalltüren aus Hohlprofilen ausgelegt, wie sie im Gewerbebau, in Eingangsanlagen und bei Brandschutztüren häufig anzutreffen sind. Der Schlosskasten ist schmaler als bei Standard-Einsteckschlössern, der Stulp ist entsprechend angepasst. Wer ein Rohrrahmenschloss benötigt, muss die genaue Stulpgröße kennen, da hier die Toleranzen enger sind als bei Holztüren.
Panikschloss und Feuerschutzschloss
Für Fluchttüren und Notausgänge gibt es spezielle Panik-Einsteckschlösser, die sich von innen ohne Schlüssel öffnen lassen müssen. Feuerschutzschlösser sind zusätzlich für den Einsatz in Brandschutztüren zugelassen und erfüllen besondere thermische Anforderungen. Diese Spezialschlösser sind im gewerblichen Bereich Pflicht und unterliegen strengen Normen.
Einsteckschloss kaufen, austauschen und einbauen: So gehen Sie richtig vor
Der Einbau oder Austausch eines Einsteckschlosses ist für handwerklich begabte Heimwerker gut machbar – vorausgesetzt, die Vorbereitung stimmt. Wer die Maße kennt, das richtige Schloss ausgewählt hat und methodisch vorgeht, kann das Schloss einer Zimmertür in weniger als 30 Minuten wechseln. Bei Haustüren sollte man etwas mehr Zeit einplanen und gegebenenfalls einen Fachbetrieb hinzuziehen.
Schritt 1: Altes Schloss ausmessen und Typ bestimmen
Entfernen Sie zunächst den Türdrücker, indem Sie die Klemmschraube am Vierkantdorn lösen und die Drückerrosetten abnehmen. Anschließend lösen Sie die Schrauben am Stulp und ziehen das Schloss aus der Türfräsung heraus. Messen Sie jetzt alle vier Maße (Dornmaß, Entfernung, Stulpgröße, DIN-Richtung) direkt am ausgebauten Schloss. Notieren Sie außerdem den Schlosstyp (PZ, BB, WC).
Schritt 2: Passendes Ersatzschloss auswählen
Suchen Sie ein Schloss mit exakt denselben Maßen. Achten Sie darauf, dass die Stulpform (flach, gerundet, mit Sicke) mit der Fräsung in Ihrer Türkante übereinstimmt. Bei Holztüren ist die Toleranz in der Regel etwas größer; bei Metall- und Rohrrahmentüren müssen die Maße exakt stimmen.
Schritt 3: Einbau
Führen Sie das neue Schloss in die Fräsung ein. Bei modernen Schlössern lässt sich die Fallenrichtung vor dem Einbau umstellen – achten Sie darauf, dass sie der DIN-Richtung Ihrer Tür entspricht. Schrauben Sie den Stulp fest, setzen Sie den Vierkant des Drückers in die Nuss ein und befestigen Sie die Rosetten. Testen Sie vor dem Schließen der Tür, ob Falle und Riegel korrekt funktionieren und das Schließblech korrekt trifft.
Was darf ein Einsteckschloss kosten?
Für einfache BB-Schlösser bei Zimmertüren reichen oft schon günstige Modelle aus. Bei Haustürschlössern sollten Sie nicht am falschen Ende sparen: Ein hochwertiges PZ-Schloss der Klasse 2 bietet deutlich mehr Widerstandsfähigkeit gegen Aufbruchversuche als ein Billigmodell. Investieren Sie lieber etwas mehr in ein zertifiziertes Markenschloss – im Verhältnis zum Gesamtwert einer Tür und der Sicherheit Ihres Zuhauses ist das gut angelegtes Geld.
Die besten Einsteckschloss-Produkte im Überblick
1. ABUS Einsteckschloss ESK PZ2 – Universal und vielseitig
ABUS zählt zu den bekanntesten deutschen Schlossherstellern mit langjähriger Expertise im Sicherheitsbereich. Das ABUS ESK PZ2 ist ein universelles Profilzylinder-Einsteckschloss, das sich für eine breite Palette von Türanwendungen eignet. Es entspricht dem gängigen Standard für Innentüren und leichte Außenanwendungen und lässt sich dank seiner universellen Auslegung in vielen bestehenden Türen als Ersatz einsetzen.
Wer ein unkompliziertes, verlässliches PZ-Schloss von einem Markenhersteller sucht und dabei auf bewährte deutsche Qualität setzen möchte, ist mit diesem Modell gut beraten. Die silberne Ausführung fügt sich unauffällig in nahezu alle Türfarben ein. Für den Einsatz als Haustürschloss in Hochsicherheitsbereichen empfiehlt sich jedoch ein Modell mit explizit zertifizierter Einbruchhemmungsklasse.
- Profilzylinder-Aufnahme (PZ) – kompatibel mit handelsüblichen Euro-Profilzylindern
- Universelle Größe für viele Standardtüren geeignet
- Markenhersteller ABUS – bekannt für Qualität und Langlebigkeit
- Silberne Oberfläche – dezente, unauffällige Optik
- DIN-gerechte Ausführung für einfachen Einbau
2. BASI Rohrrahmenschloss für Profilzylinder – die Lösung für Metalltüren
Rohrrahmentüren aus Metall oder Aluminium stellen besondere Anforderungen an das Schloss: Der schmale Profilquerschnitt lässt keinen Standard-Schlossbau zu. Das BASI Rohrrahmenschloss wurde speziell für diese Türart entwickelt und passt in das enge Hohlprofil moderner Rahmentüren. Mit einem Dornmaß von 40 mm und einem Stulp in Edelstahl von 16 × 245 mm deckt es den gängigen Standard für Profilrahmentüren ab.
Besonders praktisch: Das Schloss ist sowohl für DIN-Links- als auch DIN-Rechts-Anwendungen geeignet, was die Lagerung und das Handling deutlich vereinfacht. Der Edelstahlstulp ist korrosionsbeständig und damit auch für Eingangsbereiche geeignet, die Feuchtigkeit oder Witterungseinflüssen ausgesetzt sind. Wer eine Metall-Rahmentür mit Profilzylinder ausstatten möchte, sollte auf solche Spezialschlösser setzen – ein Standard-Holztürschloss würde hier schlicht nicht passen.
- Speziell für Profilrahmentüren aus Metall oder Aluminium konzipiert
- Dornmaß 40 mm, Stulp 16 × 245 mm aus Edelstahl
- Geeignet für Profilzylinder (PZ)
- Verwendbar für DIN Links und DIN Rechts
- Kantige Stulpform für passgenauen Sitz im Rohrrahmen
3. ABUS Einsteckschloss ES BB R G – das Zimmertürschloss in Gold
Zimmertüren brauchen kein Hochsicherheitsschloss, aber ein zuverlässiges, gut verarbeitetes Buntbart-Schloss, das jahrelang problemlos funktioniert. Das ABUS ES BB R G in Gold ist genau für diesen Zweck konzipiert: Es verwendet das klassische Buntbart-Schließsystem, das bei Zimmertüren seit Jahrzehnten bewährt ist, und kombiniert es mit einer hochwertigen Goldoptik, die zu edlen Türbeschlägen und warmen Einrichtungsstilen passt.
Die Maßangaben 55/72/20-61674 geben Aufschluss über Dornmaß (55 mm), Entfernung (72 mm) und Stulpbreite (20 mm) – eine Kombination, die bei vielen modernen Zimmertüren anzutreffen ist. Wer eine Zimmertür renoviert oder modernisiert und dabei Wert auf eine hochwertige Optik legt, findet hier ein Schloss, das Funktion und Ästhetik verbindet. Die Goldoberfläche harmoniert besonders gut mit antiken oder klassischen Türgriffen.
- Buntbart-Schließsystem (BB) – ideal für Zimmertüren
- Dornmaß 55 mm, Entfernung 72 mm, Stulpbreite 20 mm
- Edle Goldoptik – passend zu klassischen und modernen Interieurstilen
- ABUS-Qualität – langlebige und präzise Mechanik
- Einfacher Einbau als Ersatz für gleichmaßige Vorgängerschlösser
4. BKS / SOTECH Türschloss PZ Klasse 2 – Haustürsicherheit auf gehobenem Niveau
Für Haustüren ist Sicherheitsklasse 2 nach DIN EN 12209 der empfohlene Mindeststandard. Das BKS PZ-Schloss von SOTECH erfüllt genau diese Anforderung und ist damit erheblich widerstandsfähiger gegen Aufbruchversuche als einfache Klasse-1-Schlösser. BKS ist ein renommierter deutscher Hersteller mit langer Tradition im professionellen Schlossbau – die Schlösser werden von Schlossern und Sicherheitsexperten gleichermaßen geschätzt.
Mit einem Dornmaß von 55 mm, einer Entfernung von 72 mm und einer Stulpbreite von 20 mm deckt dieses Schloss den gängigen Standard für Haustüren ab. Die DIN-Rechts-Ausführung macht es zur direkten Austauschkomponente für viele Eingangstüren. Wer seine Haustürsicherheit auf ein solides Niveau heben möchte, ohne gleich in eine komplexe Mehrfachverriegelung zu investieren, trifft mit diesem Schloss eine kluge Wahl.
- Sicherheitsklasse 2 nach DIN EN 12209 – deutlich erhöhter Einbruchschutz
- Profilzylinder-Aufnahme (PZ) für handelsübliche Euro-Zylinder
- Dornmaß 55 mm, Entfernung 72 mm, Stulp 20 mm – häufigster Haustür-Standard
- DIN Rechts – direkte Austauschkomponente für viele Eingangstüren
- BKS-Markenschloss – hohes Verarbeitungsniveau und Langlebigkeit
5. BKS / SOTECH WC-Schloss Klasse 1 – das zuverlässige Badschloss
Badezimmer und Toiletten brauchen ein speziell ausgelegtes Schloss: innen verriegelbar per Drehknopf, von außen notentriegelbar per Münze oder Schlitz. Das BKS WC-Schloss von SOTECH erfüllt genau diese Anforderungen und ist als Klasse-1-Schloss für den Sanitärbereich normgerecht ausgelegt. Dornmaß 55 mm, Entfernung 78 mm und Stulpbreite 20 mm entsprechen dem verbreiteten Standard für Badtüren.
Die DIN-Links-Ausführung macht es zur passenden Lösung für viele Badtüren in deutschen Wohnungen. Die Kunststoff-Falle ist eine durchdachte Konstruktionsentscheidung: Sie verringert die Reibung beim Schließen und verhindert Beschädigungen am Schließblech. Wer ein WC-Schloss sucht, das wartungsarm, robust und normgerecht ist, und dabei auf bewährte Markentechnik setzen möchte, ist hier richtig.
- WC-Schloss mit Drehknopfverriegelung innen und Notöffnung außen
- Sicherheitsklasse 1 – normgerecht für Sanitäranwendungen
- Dornmaß 55 mm, Entfernung 78 mm, Stulp 20 mm
- DIN Links – häufige Ausführung für Badtüren
- Kunststoff-Falle für geräuscharmes, leichtgängiges Schließen
Normen, Sicherheitsklassen und worauf Sie beim Kauf achten sollten
Die Qualität eines Einsteckschlosses ist nicht auf den ersten Blick erkennbar – deshalb sind Normen und Zertifizierungen entscheidende Orientierungshilfen beim Kauf. Die wichtigste Norm für Einsteckschlösser ist die DIN EN 12209, die europäische Norm für mechanische Schlösser. Sie definiert sechs Klassen (Klasse 1 bis 6) nach Widerstandsfähigkeit, Haltbarkeit und Funktionssicherheit.
Für Zimmertüren ist Klasse 1 in der Regel ausreichend – hier steht die Funktion im Vordergrund, nicht der Einbruchschutz. Für Wohnungseingangstüren und leichte Außentüren empfiehlt sich Klasse 2. Bei erhöhten Sicherheitsanforderungen, etwa in Gewerbeobjekten oder bei besonders exponierten Türen, sollten Schlösser der Klasse 3 oder höher gewählt werden, idealerweise in Kombination mit einem VdS-anerkannten Profilzylinder.
Neben der Sicherheitsklasse sollten Sie beim Kauf auf folgende Punkte achten:
- Materialqualität: Hochwertige Schlösser bestehen aus Stahl oder Messing. Günstige Modelle mit hohem Zinkdruckgussanteil können schneller verschleißen.
- Herstellergarantie und Ersatzteilversorgung: Markenhersteller wie ABUS, BKS, Wilka oder Roto garantieren in der Regel eine langfristige Ersatzteilversorgung.
- Kompatibilität mit dem Schließblech: Das Schließblech an der Türzarge muss auf Falle und Riegel des Schlosses abgestimmt sein. Bei einem Schlossaustausch ist oft auch ein neues Schließblech sinnvoll.
- Einstecktiefe: Achten Sie darauf, dass die Tiefe des Schlosskastens zur Tiefe der vorhandenen Fräsung in der Tür passt. Bei zu flachen Fräsungen muss nachgearbeitet werden.
Häufig gestellte Fragen zum Einsteckschloss
Wie messe ich ein Einsteckschloss richtig aus?
Bauen Sie das alte Schloss aus der Tür aus, indem Sie den Drücker demontieren und die Stulpschrauben lösen. Messen Sie am ausgebauten Schloss: das Dornmaß (Mitte Nussbohrung zur Stulpkante), die Entfernung (Mitte Nuss zu Mitte Zylinderloch), sowie die Länge und Breite des Stulps. Notieren Sie außerdem die DIN-Richtung – also ob Ihre Tür rechts oder links angeschlagen ist – und den Schlosstyp (PZ, BB oder WC). Mit diesen vier bis fünf Angaben können Sie ein passendes Ersatzschloss zielsicher auswählen.
Was ist der Unterschied zwischen PZ-, BB- und WC-Schloss?
Ein PZ-Schloss (Profilzylinder) verwendet einen Euro-Profilzylinder zum Schließen und ist der Standard bei Haus- und Wohnungseingangstüren. Ein BB-Schloss (Buntbart) wird mit einem einfachen Buntbartschlüssel betätigt und eignet sich für Zimmertüren, wo keine hohe Sicherheit gefordert ist. Ein WC-Schloss schließt von innen mit einem Drehknopf und kann von außen mit einer Münze oder einem Notöffnungswerkzeug entriegelt werden – es ist ausschließlich für Badezimmer und Toiletten gedacht.
Kann ich ein Einsteckschloss selbst austauschen?
Ja, der Austausch eines Einsteckschlosses ist für handwerklich begabte Personen gut machbar, sofern das Ersatzschloss exakt dieselben Maße aufweist wie das alte. Drücker abnehmen, Stulpschrauben lösen, Schloss herausziehen, neues Schloss einschieben, schrauben und Drücker wieder befestigen – das ist das grundlegende Vorgehen. Schwieriger wird es, wenn die Türfräsung nicht zum neuen Schloss passt und nachgearbeitet werden muss; dann empfiehlt sich ein Fachbetrieb.
Welches Einsteckschloss ist das sicherste für meine Haustür?
Für Haustüren empfiehlt sich ein PZ-Einsteckschloss mindestens der Sicherheitsklasse 2 nach DIN EN 12209, kombiniert mit einem zertifizierten Profilzylinder (idealerweise VdS-anerkannt). Wer auf Nummer sicher gehen möchte, wählt eine Mehrfachverriegelung mit Einsteckschloss, die gleichzeitig oben, in der Mitte und unten verriegelt. Wichtig: Das schwächste Glied entscheidet – ein hochwertiges Schloss nützt wenig, wenn der Türrahmen oder die Zarge keine Einbruchschutzqualität besitzt.
Was ist ein Rohrrahmenschloss und wann brauche ich es?
Ein Rohrrahmenschloss ist ein Spezial-Einsteckschloss für Türen aus schmalen Hohlprofilen aus Metall oder Aluminium, wie sie häufig im Gewerbebau, bei Brandschutztüren oder modernen Eingangsanlagen vorkommen. Der Schlossbau ist schmaler als bei Holztür-Schlössern, da das Türprofil weniger Platz bietet. Wenn Sie eine solche Metalltür mit Schloss ausrüsten möchten, brauchen Sie unbedingt ein Rohrrahmenschloss – ein Standard-Einsteckschloss würde schlicht nicht passen oder gefährlich schlecht sitzen.
Wie erkenne ich, ob mein Einsteckschloss DIN rechts oder DIN links ist?
Stellen Sie sich vor die geschlossene Tür auf die Seite, von der sie sich öffnet (also auf die Seite, die keinen Türanschlag sieht). Sind die Scharniere (Bänder) auf der linken Seite, handelt es sich um DIN Links. Sind sie rechts, ist es DIN Rechts. Diese Angabe ist vor allem bei Schlössern relevant, bei denen die Fallenkopfrichtung fest vorgegeben ist und nicht umgestellt werden kann. Viele moderne Schlösser lassen sich jedoch durch einfaches Umdrehen der Falle auf beide Richtungen einstellen – das steht dann in der Produktbeschreibung als „DIN Links/Rechts“ oder „umstellbar“.









