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Wer seinen Schließzylinder austauschen möchte, steht vor einer entscheidenden ersten Aufgabe: dem korrekten Ausmessen des vorhandenen Zylinders. Ein falsches Maß führt dazu, dass der neue Türzylinder entweder nicht in das Schloss passt oder so weit übersteht, dass er zum Sicherheitsrisiko wird. Viele Heimwerker unterschätzen diesen Schritt und bestellen auf gut Glück — mit dem Ergebnis, dass die Haustür weder sicher noch funktional ist. Die gute Nachricht: Mit dem richtigen Wissen und einem einfachen Messvorgang lässt sich die benötigte Zylinderlänge in wenigen Minuten zuverlässig ermitteln.
Das Thema „Schließzylinder messen“ ist heute relevanter denn je. Steigende Einbruchzahlen haben das Bewusstsein für hochwertige Türsicherheit geschärft, und immer mehr Hausbesitzer entscheiden sich dafür, ihre Schlösser selbst auszutauschen oder aufzurüsten. Dabei ist das korrekte Aufmaß des Türzylinders die Grundlage jeder erfolgreichen Montage. Wer hier einen Fehler macht, riskiert nicht nur einen schlecht sitzenden Zylinder, sondern unter Umständen auch den Verlust des Versicherungsschutzes im Einbruchfall — denn viele Versicherungen knüpfen ihre Leistungspflicht an die normgerechte Montage von Sicherheitstechnik.
Dieser Ratgeber erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie einen Schließzylinder fachgerecht ausmessen, welche Maße entscheidend sind, worauf Sie bei Maß A und Maß B achten müssen und welche Werkzeuge und Produkte dabei helfen. Am Ende wissen Sie genau, welchen Zylinder Sie für Ihre Tür benötigen — und können sicher und informiert einkaufen.
Was bedeutet „Schließzylinder messen“ und warum ist es so wichtig?
Unter dem Begriff „Schließzylinder messen“ — auch „Türzylinder ausmessen“, „Zylinderlänge bestimmen“ oder „Zylindermaß ermitteln“ genannt — versteht man das präzise Aufmessen der Länge eines Profilzylinders oder Knaufzylinders, bevor ein neues Schloss bestellt oder eingebaut wird. Der Schließzylinder ist das Herzstück jedes modernen Türschlosses: Er nimmt den Schlüssel auf, überträgt die Drehbewegung auf den Schlossmechanismus und sichert damit die Tür gegen unbefugten Zutritt.
Türzylinder werden nach einem genormten Maßsystem angegeben, das auf dem sogenannten Profilzylinder-Standard basiert. Die Gesamtlänge eines Zylinders setzt sich aus zwei Teilmaßen zusammen: dem Außenmaß (Maß A), das die Länge der Außenseite — also zur Straße hin — beschreibt, und dem Innenmaß (Maß B), das die Länge der Innenseite des Zylinders angibt. Beide Maße werden in Millimetern angegeben und durch einen Schrägstrich getrennt, zum Beispiel „30/30″, „35/40″ oder „40/50″. Die Gesamtlänge ergibt sich aus der Addition beider Werte, also im ersten Beispiel 60 mm.
Der Bezugspunkt für beide Teilmaße ist stets die Mitte der Stulpschraube — jener Schraube im Türbeschlag, die den Zylinder fixiert. Von diesem Mittelpunkt aus wird sowohl nach außen als auch nach innen gemessen. Dieses Vorgehen ist entscheidend, weil der Zylinder exakt zur Türstärke und zur Beschlagdicke passen muss. Ist der Zylinder zu kurz, kann er aus dem Beschlag herausrutschen; ist er zu lang, steht er über — und ein Überstand von mehr als 3 mm gilt nach gängiger Versicherungs- und Sicherheitsnorm als nicht akzeptabel, weil ein zu weit überstehender Zylinder mit einfachen Werkzeugen herausgebrochen werden kann. Das korrekte Ausmessen ist also nicht nur eine Frage der Passgenauigkeit, sondern unmittelbar mit der physischen Einbruchsicherheit Ihrer Tür verknüpft.
Synonyme und verwandte Begriffe, die beim Thema Schließzylinder messen auftauchen, sind unter anderem: Zylindermaß, Zylinderlänge messen, Türschloss messen, Zylindergröße bestimmen, Profilzylinder ausmessen, Schlosszylinder messen sowie englisch „measuring door cylinder“ oder „lock cylinder measurement“. Wer diese Begriffe kennt, findet sich auch in Fachhandels-Katalogen und technischen Datenblättern problemlos zurecht.
Schließzylinder messen: Die genaue Anleitung Schritt für Schritt
Das Ausmessen eines Schließzylinders gelingt in wenigen Minuten, wenn man weiß, worauf es ankommt. Es gibt zwei grundlegende Methoden: das Messen am eingebauten Zylinder direkt an der Tür sowie das Messen am ausgebauten Zylinder. Beide Methoden liefern zuverlässige Ergebnisse — die Wahl hängt davon ab, ob Sie den vorhandenen Zylinder noch ausbauen möchten oder nicht.
Methode 1: Messen am eingebauten Zylinder
Öffnen Sie zunächst die Tür, damit Sie von beiden Seiten ungehindert arbeiten können. Lokalisieren Sie die Stulpschraube im Türbeschlag — das ist die einzelne Schraube, die von der Türkante aus sichtbar ist und den Zylinder in seiner Position hält. Die Mitte dieser Schraube ist Ihr Messpunkt.
- Maß A ermitteln (Außenseite): Halten Sie ein Maßband oder einen Zollstock mit dem Nullpunkt an die Mitte der Stulpschraube. Messen Sie von dort aus bis zur Außenkante des Zylindergehäuses auf der Außenseite der Tür. Notieren Sie diesen Wert in Millimetern. Bei einem Knaufzylinder wird der Knauf dabei nicht mitgemessen — nur das Metallgehäuse bis zu seiner Kante.
- Maß B ermitteln (Innenseite): Wiederholen Sie den Vorgang auf der Innenseite der Tür: Nullpunkt an die Mitte der Stulpschraube, messen bis zur Außenkante des Gehäuses auf der Innenseite. Auch hier gilt: Knauf nicht mitzählen.
- Ergebnis ablesen und runden: Beide Werte ergeben gemeinsam das Zylindermaß, zum Beispiel 35 mm (außen) und 40 mm (innen) = Zylinder 35/40. Da Schließzylinder im Handel in 5-mm-Schritten erhältlich sind, runden Sie gegebenenfalls auf die nächste Stufe auf — niemals ab, um einen zu kurzen Zylinder zu vermeiden.
Methode 2: Messen am ausgebauten Zylinder
Wenn der vorhandene Zylinder bereits korrekt sitzt und Sie diesen einfach durch ein gleiches Modell ersetzen möchten, können Sie ihn ausbauen und direkt messen. Lösen Sie dazu die Stulpschraube, drehen Sie den Schlüssel leicht und ziehen Sie den Zylinder heraus. Legen Sie ihn auf einen Tisch und messen Sie mit einem Lineal oder Zollstock von der Mitte des Stulpschraubenlochs bis zur jeweiligen Außenkante auf beiden Seiten. Die Werte entsprechen dann direkt den Bestellmaßen. Achten Sie dabei darauf, die Innen- und Außenseite nicht zu verwechseln — besonders bei einseitig wirkenden Knaufzylindern oder elektronischen Zylindern ist diese Unterscheidung sicherheitsrelevant, da ein vertauschtes Maß dazu führen kann, dass die Tür von innen nicht mehr geöffnet werden kann.
Das 5-mm-Raster verstehen
Schließzylinder werden industriell in einem Raster von 5-mm-Schritten gefertigt: 25, 30, 35, 40, 45, 50 mm und so weiter. Messen Sie also beispielsweise 33 mm auf der Außenseite, bestellen Sie einen 35-mm-Außenzylinder — niemals 30 mm, da dieser zu kurz wäre. Ergibt sich ein Maß von exakt 30 mm, passt ein 30er-Zylinder. Ein kleiner Überstand von bis zu 3 mm ist zulässig und versicherungstechnisch akzeptiert; mehr sollte es jedoch nicht sein.
Maß A und Maß B: Warum die Unterscheidung entscheidend ist
Die Unterscheidung zwischen Maß A (Außenseite) und Maß B (Innenseite) ist bei bestimmten Zylindertypen absolut kritisch — und wird von vielen Heimwerkern unterschätzt. Bei einem symmetrischen Doppelzylinder mit gleichen Maßen auf beiden Seiten spielt die Verwechslung keine Rolle; der Zylinder lässt sich in beide Richtungen einbauen. Anders verhält es sich bei asymmetrischen Zylindern, bei Knaufzylindern und insbesondere bei elektronischen Schließzylindern.
Ein Knaufzylinder hat auf einer Seite einen drehbaren Knauf statt einer Schlüsselaufnahme. Dieser Knauf ermöglicht das Öffnen der Tür von innen ohne Schlüssel — wichtig zum Beispiel im Brandfall oder für Personen, die schnell evakuiert werden müssen. Ist die Außen- und Innenseite beim Kauf vertauscht, sitzt der Knauf auf der Außenseite der Tür, was bedeutet: Jeder Passant kann die Tür von außen öffnen, während man von innen mit dem Schlüssel hantieren muss. Dieser Fehler ist nicht nur unpraktisch, sondern eine erhebliche Sicherheitslücke.
Bei elektronischen Schließzylindern, die nur auf einer Seite digital lesen (zum Beispiel über Fingerabdruck, Transponder oder App), ist die korrekte Zuordnung von A und B ebenfalls unerlässlich. Hier gilt: Maß A ist immer die Außenseite der Tür — die Seite, die dem öffentlichen Raum zugewandt ist. Maß B ist stets die Innenseite. Wenn Sie unsicher sind, welche Seite welche ist, markieren Sie beide Seiten des ausgebauten Zylinders mit einem Klebestreifen, bevor Sie ihn aus der Tür nehmen.
Für Profilzylinder — den in Deutschland mit Abstand häufigsten Zylindertyp — gilt zusätzlich: Das Profil des Schlüsselkanals muss zur jeweiligen Schlossnorm passen. Der europäische Profilzylinder (auch „Euro-Profilzylinder“) ist die Standardvariante für nahezu alle modernen Türen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Er ist an seinem ovalen Querschnitt erkennbar und in den meisten Fachhandelsangeboten als Standard gelistet.
Sonderfälle beim Zylinder messen: Beschlag, Schutzrosette und besondere Türen
In der Praxis gibt es einige Sonderfälle, die das Ausmessen eines Schließzylinders komplizierter machen können als im Lehrbuchbeispiel. Der wichtigste davon ist die Berücksichtigung von Türbeschlägen und Schutzrosetten.
Viele moderne Türen sind mit einem Schutzbeschlag ausgestattet — einem metallenen Rahmen um den Zylinderbereich, der den Zylinder vor Manipulation schützt. Dieser Beschlag hat selbst eine gewisse Dicke, die beim Messen berücksichtigt werden muss. Wenn Sie direkt an der Tür messen und dabei den Beschlag miterfassen, addieren Sie die Beschlagdicke zum eigentlichen Zylindermaß. Besser ist es, direkt am Zylinder zu messen — entweder im ausgebauten Zustand oder durch das Messen am Spalt zwischen Zylinder und Beschlag.
Schutzrosetten ohne erhöhten Beschlag sind dünner und beeinflussen das Maß weniger stark. Dennoch gilt: Wenn Sie sich unsicher sind, ob der Beschlag bereits im gemessenen Maß enthalten ist oder nicht, messen Sie lieber noch einmal nach — einmal mit und einmal ohne Berücksichtigung des Beschlags. Wählen Sie dann den Wert, der einer Standardgröße entspricht und dabei nicht unter das tatsächliche Maß fällt.
Sonderfall Brandschutztür: Hier ist die Türstärke oft deutlich größer als bei einer normalen Haustür, weshalb längere Zylinder benötigt werden. Messen Sie in diesem Fall besonders sorgfältig und beachten Sie, dass Brandschutztüren häufig zertifizierte Zylinder erfordern, die in der Brandschutznorm gelistet sind.
Sonderfall Mehrfachverriegelung: Bei Türen mit Mehrfachverriegelung ist der Zylinder in ein komplexes Getriebesystem eingebettet. Das Grundprinzip des Messens bleibt gleich, aber achten Sie darauf, dass der Ersatzzylinder kompatibel mit dem vorhandenen Schlossgehäuse ist.
Sonderfall Tresore und Schränke: Auch hier kommen Schließzylinder vor, die gemessen werden müssen. Die Vorgehensweise ist identisch, jedoch sind die Standardmaße oft kleiner — hier empfiehlt sich ein Blick in die Herstellerdokumentation.
Eine praktische Hilfe beim Ausmessen ist die sogenannte Zylinder-Messlehre — eine Schablone, die speziell zum Messen von Schließzylindern entwickelt wurde. Sie wird einfach an den eingebauten oder ausgebauten Zylinder angelegt und zeigt das Maß direkt ab, ohne dass man mit einem Lineal hantieren muss.
Die besten Produkte zum Schließzylinder messen und Ersetzen
1. FEPS Tool Zylindermesslehre FE-ML001 — Das professionelle Messwerkzeug
Wer häufiger Schließzylinder misst oder auf Nummer sicher gehen möchte, sollte nicht auf ein einfaches Maßband vertrauen, sondern ein speziell entwickeltes Messwerkzeug verwenden. Die FEPS Tool Zylindermesslehre FE-ML001 ist genau dafür gemacht: Sie legt sich passgenau an den Türzylinder an und zeigt die Maße A und B direkt und unmissverständlich an. Damit entfällt das Schätzen und Runden — Sie sehen sofort, welcher Zylinder zu bestellen ist. Besonders für Einsteiger, die das erste Mal einen Zylinder messen, ist dieses Hilfsmittel unbezahlbar, denn es eliminiert den häufigsten Fehlerquell: das falsche Ablesen des Maßbandes.
Die Lehre ist aus robustem Kunststoff gefertigt, leicht und handlich. Sie passt in jede Werkzeugkiste und kann bei Bedarf auch an Türen mitgebracht werden, die sich an schwer zugänglichen Stellen befinden. Wer mehrere Türen in einem Haus oder Gebäude ausstatten möchte, spart mit der Messlehre Zeit und vermeidet kostspielige Fehlbestellungen. Die Investition in das richtige Messwerkzeug amortisiert sich bereits beim ersten korrekt gemessenen Zylinder.
- Speziell entwickelt zum Ausmessen von Profilzylindern und Schließzylindern
- Zeigt Maß A und Maß B direkt und eindeutig an
- Aus robustem Kunststoff, leicht und handlich
- Ideal für Heimwerker und Profis gleichermaßen
- Verhindert Fehlbestellungen durch ungenaues Ablesen
2. ABUS Profilzylinder D6XNP 30/30 — Sicherheitszylinder mit Not- und Gefahrenfunktion
Nach dem Messen kommt die Auswahl des richtigen Zylinders. Der ABUS Profilzylinder D6XNP 30/30 ist ein hochwertiger Doppelzylinder für Haustür und Wohnungstür, der mit einer besonders nützlichen Funktion ausgestattet ist: der Not- und Gefahrenfunktion. Das bedeutet, dass die Tür von innen mit einem Schlüssel geöffnet werden kann, selbst wenn von außen ein Schlüssel steckt — ein entscheidender Vorteil im Notfall und eine wichtige Schutzfunktion gegen das sogenannte „Unterstecken“, bei dem Einbrecher einen Schlüssel von außen einstecken, um den innen steckenden Schlüssel zu blockieren.
Das Maß 30/30 macht diesen Zylinder ideal für symmetrische Türen mit einer Gesamtdicke von 60 mm. Geliefert wird er mit fünf Schlüsseln und einer Code-Karte, über die Nachschlüssel beim Hersteller angefragt werden können — ein wichtiges Merkmal, das Sicherheitszylinder von billigen Alternativen unterscheidet. ABUS ist eine der renommiertesten Marken im deutschen Schlosserhandwerk und steht für geprüfte Qualität und hohe Sicherheitsstufen.
- Doppelzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion für erhöhte Sicherheit
- Maß 30/30 für symmetrische Türstärken geeignet
- Inklusive 5 Schlüsseln und Code-Karte für Nachschlüsselbeschaffung
- ABUS-Qualität für Haustür und Wohnungstür
- Schutz gegen Manipulation und unbefugtes Öffnen
3. MANICAF Schließzylinder 25/25 mit Knauf — Kompaktzylinder für schmale Türen
Für schmalere Türkonstruktionen, bei denen das gemessene Maß auf beiden Seiten jeweils 25 mm ergibt, bietet der MANICAF Knaufzylinder 50 mm eine zuverlässige und kostengünstige Lösung. Der Knaufzylinder ist eine besondere Ausführung des Schließzylinders: Auf einer Seite befindet sich anstelle einer Schlüsselaufnahme ein drehbarer Knauf, der das schlüssellose Öffnen von innen ermöglicht. Diese Bauform ist besonders beliebt für Keller-, Garage- und Nebeneingangstüren, aber auch für Wohnungstüren, bei denen man von innen schnellen Zugang ohne Schlüsselsuche haben möchte.
Das Produkt wird mit fünf Schlüsseln geliefert und ist in einem hochwertigen Satin Zink Finish erhältlich. Die solide Verarbeitung und das kompakte Maß machen ihn zur guten Wahl für alle, die nach dem Messen einen passenden Zylinder im unteren Preissegment suchen, ohne auf Grundqualität verzichten zu wollen. Wichtig: Beim Einbau eines Knaufzylinders muss die Ausrichtung — Knauf innen, Schlüsselaufnahme außen — unbedingt korrekt sein. Wer zuvor sorgfältig gemessen und Maß A sowie Maß B klar definiert hat, macht hier keinen Fehler.
- Knaufzylinder 25/25 für Gesamtlänge 50 mm
- Schlüsselloses Öffnen von innen dank Knauf
- Geliefert mit 5 Schlüsseln
- Hochwertiges Satin Zink Finish
- Geeignet für Keller-, Neben- und Wohnungstüren
4. MANICAF Profilzylinder 30/30 — Solider Doppelzylinder für Standardtüren
Der MANICAF Profilzylinder 30/30 ist ein klassischer Euro-Profilzylinder im symmetrischen Standardmaß für Türen mit einer Gesamtdicke von 60 mm. Als Profil-Doppelzylinder ermöglicht er das Öffnen mit Schlüssel von beiden Seiten — ideal für alle Türen, bei denen kein Knauf benötigt wird und beide Seiten gleichermaßen schlüsselgesichert sein sollen. Das Messingzylinder-Innenleben im Satin Zink Finish überzeugt durch solide Verarbeitung und angenehme Optik.
Mit drei mitgelieferten Schlüsseln und Querlöchern zur einfachen Montage ist dieser Zylinder sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Heimwerker problemlos einzubauen. Wer nach dem Ausmessen seines Türzylinders auf ein Maß von 30/30 kommt und einen unkomplizierten, zuverlässigen Ersatz sucht, findet hier eine sehr gute Option zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Die einfache Montage setzt voraus, dass das Messen korrekt durchgeführt wurde — ein weiterer Grund, warum das präzise Aufmaß vor jedem Zylinderkauf unverzichtbar ist.
- Profilzylinder im Standardmaß 30/30 (Gesamtlänge 60 mm)
- Euro-Profilzylinder für universelle Kompatibilität
- Messingzylinder mit Satin Zink Finish
- Inklusive 3 Schlüsseln und einfacher Montagetechnik
- Solide Verarbeitung für den täglichen Gebrauch
5. ABUS Profil-Zylinder C83N 10/30 — Asymmetrisches Maß für spezielle Einbausituationen
Nicht jede Tür hat auf beiden Seiten gleich viel Platz. Das asymmetrische Maß 10/30 des ABUS Profil-Zylinders C83N ist genau für solche Situationen entwickelt worden: Wenn auf der Außenseite der Tür nur sehr wenig Platz vorhanden ist — zum Beispiel bei bestimmten Beschlagkonstruktionen oder dünnen Türblättern — und das Innenleben des Zylinders auf der Innenseite deutlich weiter reicht. Dies zeigt eindrücklich, warum das korrekte Messen beider Maße (A und B) so entscheidend ist: Ein symmetrischer 30/30-Zylinder würde hier schlicht nicht passen.
ABUS steht auch bei diesem Modell für bewährte Qualität aus dem Hause eines der führenden deutschen Schlosshersteller. Der C83N ist robust, zuverlässig und für den Dauereinsatz ausgelegt. Wer nach dem Ausmessen seiner Tür auf ein ungewöhnliches asymmetrisches Maß kommt, sollte unbedingt auf Hersteller wie ABUS zurückgreifen, die ein breites Sortiment an Sonderlängen anbieten. Das sorgfältige Messen zahlt sich hier doppelt aus: Nur mit den richtigen Maßen in der Hand kann man gezielt nach dem passenden Sonderformat suchen.
- Asymmetrisches Maß 10/30 für spezielle Einbausituationen
- Profilzylinder von ABUS — bewährte deutsche Qualität
- Ideal wenn Außenseite wenig Raum bietet
- Zeigt die Vielfalt verfügbarer Zylindermaße nach korrektem Messen
- Robuste Konstruktion für den Dauereinsatz
Nach dem Messen: Den richtigen Zylinder auswählen und sicher einbauen
Sobald Sie Maß A und Maß B sicher ermittelt haben, beginnt die Auswahl des passenden Schließzylinders. Achten Sie dabei nicht nur auf die Maße, sondern auch auf folgende Kriterien, die über die reine Passform hinausgehen und entscheidend für die Sicherheit Ihrer Tür sind.
Sicherheitsstufe: Schließzylinder werden in verschiedene Sicherheitsklassen eingestuft. Je höher die Klasse (nach europäischer Norm DIN EN 1303), desto besser ist der Zylinder gegen Aufbohr-, Zieh- und Pickingversuche geschützt. Für Haustüren empfehlen Sicherheitsexperten mindestens Sicherheitsklasse 6.
Schutzbeschlag und Ziehschutz: Ein Zylinder allein ist nur so sicher wie sein Einbauumfeld. Kombinieren Sie einen hochwertigen Zylinder immer mit einem Schutzbeschlag mit Ziehschutz oder einer Schutzrosette. Diese verhindern, dass ein Einbrecher den Zylinder mit einer Zange oder einem Schraubenzieher herausreißen kann — auch wenn der Zylinder korrekt gemessen und passgenau eingebaut ist.
Überstand kontrollieren: Nachdem der neue Zylinder eingebaut ist, prüfen Sie den Überstand auf beiden Seiten. Der Zylinder darf maximal 3 mm über den Beschlag hinausragen. Mehr Überstand ist ein Sicherheitsrisiko und kann bei manchen Versicherungen zum Leistungsausschluss führen. Sitzt der Zylinder bündig oder leicht innerhalb des Beschlags, ist das ideal.
Schlüsselanzahl und Nachschlüssel: Achten Sie darauf, dass der Hersteller die Möglichkeit bietet, Nachschlüssel anfertigen zu lassen — und das möglichst nur mit Vorlage einer Code-Karte. Dies verhindert, dass unbefugte Dritte einfach einen Nachschlüssel anfertigen lassen können.
Häufig gestellte Fragen zum Schließzylinder messen
Kann ich den Zylinder auch im eingebauten Zustand messen, ohne ihn auszubauen?
Ja, das ist sogar die empfohlene Methode für den Normalfall. Öffnen Sie die Tür und messen Sie mit einem Maßband oder Zollstock von der Mitte der Stulpschraube bis zur jeweiligen Außenkante des Zylindergehäuses — einmal auf der Außenseite (Maß A) und einmal auf der Innenseite (Maß B). Diese Methode ist einfach, schnell und ohne Werkzeug durchführbar. Alternativ können Sie eine Zylinder-Messlehre verwenden, die das Ablesen noch einfacher macht. Den Zylinder ausbauen müssen Sie nur, wenn der eingebaute Zylinder beschädigt ist oder Sie die Maße durch direktes Anlegen eines Lineals präziser ermitteln möchten.
Was mache ich, wenn mein gemessenes Maß zwischen zwei Standardgrößen liegt?
Schließzylinder werden im 5-mm-Raster gefertigt. Liegt Ihr gemessenes Maß zwischen zwei Größen — zum Beispiel 33 mm — runden Sie immer auf die nächste Standardgröße auf, also auf 35 mm. Niemals abrunden, da ein zu kurzer Zylinder aus dem Beschlag herausrutschen kann und zudem keinen ausreichenden Halt bietet. Ein Überstand von bis zu 3 mm ist versicherungsrechtlich zulässig und sicherheitstechnisch akzeptiert. Wählen Sie also lieber 5 mm mehr als 5 mm weniger.
Muss ich beim Messen den Türbeschlag oder die Schutzrosette mitberücksichtigen?
Das hängt davon ab, wo Sie messen. Wenn Sie den Zylinder im ausgebauten Zustand direkt messen, ist der Beschlag nicht relevant — Sie messen nur das Metallgehäuse des Zylinders. Wenn Sie am eingebauten Zylinder messen, achten Sie darauf, wirklich bis zur Kante des Zylindergehäuses zu messen und nicht bis zur Außenfläche des Beschlags. Der Beschlag sitzt in der Regel über oder um den Zylinder herum und addiert sich zur sichtbaren Gesamtlänge. Für das Bestellmaß ist jedoch ausschließlich die Zylindergehäuselänge relevant — nicht die Beschlaglänge.
Was passiert, wenn der Schließzylinder mehr als 3 mm über den Beschlag übersteht?
Ein Überstand von mehr als 3 mm ist aus mehreren Gründen problematisch. Erstens bietet ein überstehender Zylinder Einbrechern einen mechanischen Angriffspunkt: Mit einer Zange kann der Zylinder gefasst und herausgebrochen oder -gedreht werden, wodurch das Schloss manipuliert wird. Zweitens kann ein übermäßiger Überstand bei einigen Hausratsversicherungen dazu führen, dass im Einbruchfall keine Leistung erbracht wird, da keine normgerechte Montage vorliegt. Abhilfe schafft entweder ein kürzerer Zylinder oder ein Schutzbeschlag mit Ziehschutz, der einen gewissen Überstand ausgleicht.
Welches Werkzeug brauche ich zum Messen eines Schließzylinders?
Für das grundlegende Messen genügen ein handelsübliches Maßband oder ein Zollstock. Halten Sie den Nullpunkt an die Mitte der Stulpschraube und lesen die Werte für Maß A und Maß B ab. Präziser und einfacher geht es mit einer speziellen Zylinder-Messlehre — einem Kunststoff-Schablonenwerkzeug, das direkt am Zylinder angelegt wird und die Maße ohne Ablesefehler anzeigt. Alternativ eignet sich auch ein Geodreieck, wenn kein Maßband zur Hand ist. Ein Stift und Notizblock zum Aufschreiben der Ergebnisse sind ebenfalls hilfreich, damit Sie die Maße beim Kauf nicht vergessen.
Gibt es Unterschiede beim Messen von Knaufzylindern gegenüber Doppelzylindern?
Beim Messen gilt für beide Zylindertypen grundsätzlich dasselbe Prinzip: Messen von der Mitte der Stulpschraube bis zur jeweiligen Außenkante des Gehäuses. Der entscheidende Unterschied liegt darin, dass beim Knaufzylinder der Knauf selbst nicht zum Maß gehört — gemessen wird nur das Metallgehäuse bis zur Basis des Knaufs. Darüber hinaus ist beim Knaufzylinder die korrekte Zuordnung von Innen- und Außenseite besonders wichtig: Der Knauf muss auf der Innenseite der Tür sitzen. Ein vertauschter Einbau führt zu einer massiven Sicherheitslücke, da die Tür dann von außen ohne Schlüssel geöffnet werden kann.
Wie oft sollte ich meinen Schließzylinder überprüfen oder austauschen?
Eine generelle Empfehlung ist, den Schließzylinder alle zehn bis fünfzehn Jahre zu ersetzen — oder früher, wenn das Schloss klemmt, der Schlüssel schwer dreht oder wenn Schlüssel verloren gegangen sind. Nach einem Einbruchversuch oder dem Verlust eines Schlüssels sollte der Austausch so schnell wie möglich erfolgen. Bevor Sie den neuen Zylinder bestellen, messen Sie stets den vorhandenen Zylinder neu aus — selbst wenn Sie glauben, die Maße noch zu kennen, kann sich durch Reparaturen oder Umbaumaßnahmen an der Tür etwas verändert haben.













